Über

 weg

Marion Przybilla

geboren 20.02.1977

Mein Weg zur Naturheilkunde…

begann bereits in sehr jungen Jahren und wurzelt in erster Linie in meinem tiefen Respekt vor der Einzigartigkeit und Besonderheit unseres ureigenen Wesens, in meinem unermüdlichen Wissensdrang, Forschergeist und meiner Begeisterungsfähigkeit für das Leben selbst.

Eine mich prägende Besonderheit äußert sich in einer außergewöhnlichen Weise, akustische Reize zu verarbeiten und zu integrieren. So lösten bestimmte Geräusche bereits in frühester Kindheit Gefühle starken Unbehagens aus und versetzten meinen Organismus in einen größtmöglichen Stresszustand. Der Drang meines Körpers, sich diesem unangenehmen Reiz schnellstmöglich zu entziehen, scheiterte daran, dass es Geräusche waren, die einem Menschen in unserer westlichen Welt vertraut sind, da sie uns nahezu überall im alltäglichen Leben begegnen können. Lange Zeit habe ich nicht erkannt, dass genau in dieser Besonderheit meines Erlebens zugleich eine Gabe verborgen liegt, welche mir heute einen tiefen Zugang in meiner therapeutischen Arbeit mit Klang und Stimme ermöglicht. Der Pfad vom Widerstand in die Annahme, stellvertretend in dieser Symptomatik und doch übertragbar auf unzählige Situationen des Alltags, trägt entscheidend zum Verständnis der oftmals sehr komplexen Gesundheitssituationen meiner Patienten bei. Gleichzeitig ist dieser Pfad wohl der Ursprung meines persönlichen Weges zur Naturheilkunde.

Wie vielen Menschen, die mich in meiner Praxis aufsuchen, begegneten mir – persönlich und in meinem nahem Umfeld-  gesundheitliche Themen, in denen eine konventionelle medizinische Versorgung keine ausreichend gute und vor allem anhaltende Genesung ermöglichte.

Also suchte ich stetig nach weiteren Wegen, um eine jeweilige Situation günstig zu beeinflussen und so begegnete ich erstmals alternativen Therapierichtungen und ihren Anwendern; in meinem Falle zunächst naturheilkundlich orientierten Ärzten und im weiteren Verlauf auch Heilpraktikern mit unterschiedlichen alternativmedizinischen Schwerpunkten.

Ich lernte eine Vielzahl an Heilmethoden kennen und machte sehr unterschiedliche Erfahrungen im Hinblick auf Behandlungserfolge und Erfolgsdauer der einzelnen naturheilkundlichen Therapiesysteme auf meinem persönlichen Weg.

Mir wurde zunehmend klar, dass es für unterschiedliche Erkrankungsmuster auch unterschiedliche Behandlungskonzepte geben muss und dass erfolgreiche Heilkunst sich allzuoft in den Grenzen einer einzelnen Therapiemethode und – wichtiger vllt. noch- den persönlichen Grenzen des Anwenders erschöpft. Ich wollte gerne erforschen, was uns die größtmögliche Lebendigkeit, Kraft und einen „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“ (so die Definition der WHO für den Begriff „Gesundheit“) ermöglicht und – im Gegenzug dessen – welche Gegebenheiten und Kräfte es gibt, die sich diesem Erleben folgewidrig entgegensetzen. Ich verstand mich als „Schlüsselsucherin“, als ich meinen persönlichen naturheilkundlichen Weg einschlug und noch während meines Studiums der Sozialpädagogik parallel eine mehrjährige Ausbildung zur Heilpraktikerin begann.

Ich begab mich auf die Suche nach einem übergeordneten „Schlüssel zur Gesundheit“, dessen mögliche Existenz mich faszinierte und dem ich – gemäß meinen Vorstellungen- erst eine ganze Zeit später in der tiefen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Klassischen Homöopathie erstmals für mich annähernd befriedigend näherkommen sollte.

Zunächst galt mein Interesse den alten traditionellen Naturheilkundeverfahren, ich erlernte das Schröpfen und baunscheidtieren, beschäftigte mich intensiv in Theorie und Praxis mit einer gesundheitsfördernden Ernährungs- und Lebensweise und erlernte die Anwendung von traditionell bewährten Heilkräuterzubereitungen.

Da ich in einer waldreichen Region aufgewachsen bin und naturnahe Erfahrungen, der intensive und liebevolle Kontakt mit unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt, mich von jeher inspirieren und mir eine große Kraftquelle sind, absolvierte ich zunächst eine Ausbildung in abendländischer Kräutermedizin.

Die Arbeit mit den Heilpflanzen, die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten und die daraus hervorgehende Auseinandersetzung mit deren Materie, den ätherischen Bestandteilen und nicht zuletzt dem Wesenskern und der „Seele“ der jeweiligen Pflanze schulten mein Verständnis um die feinen, zusammenspielenden Komponenten, die sich meiner Erfahrung nach immer dann als am wirkungsvollsten für unsere individuelle gesundheitliche Fragestellung erweisen, wenn wir sie in ihrer Ganzheit begreifen und zur Anwendung bringen.

Vom Erfahren des Wesens einer Pflanze, dem Anerkennen ihrer Ganzheit und ihrer Beseeltheit, dem zunehmenden Verständnis ihrer Wirkungsebenen im stofflichen und feinstofflichen Bereich war es zu guter Letzt kein weiter Weg mehr hin zum Entdecken und Erforschen meiner bis heute favorisierten Behandlungsmethode – der Klassischen Homöopathie. Zugleich ist es bis heute die Methode, die mich in meinem eigenen Heilungsprozess wohl am weitesten und nachhaltigsten voranbringen durfte.

Ich erlebte in meiner langjährigen „Lehrzeit“ als Anwenderin und Studentin der Naturheilkunde nicht nur viele unterstützende und meinen eigenen Weg erhellende Momente, auch ging ich immer wieder durch tiefe Täler der Frustration, des Zweifels und der Enttäuschung. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass mir zur richtigen Zeit immer wieder Menschen begegnet sind, die mir in ihrer Kompetenz und ihrer tiefen Hingabe an den eigenen Weg Leuchtfeuer und Echolot gewesen sind. Meine Demut und Dankbarkeit gilt auch immerwährend den uns selbst innewohnenden Grenzen und Möglichkeiten.

Die Klassische Homöopathie als eine traditionelle Heilkunst unserer westlichen Welt begeistert mich so sehr, dass sie mein Praxisschwerpunkt geworden ist. Die energetische Arbeit mit Körper, Stimme und Klang ergänzt und bereichert meine Arbeitsweise lebendig,  kraftvoll und nachhaltig.

 

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