Klang-Schamanismus

Klang-Schamanismus

Schamanische Arbeit mit Stimme und Klang

Meine angeborene Fähigkeit, Klänge sehr intensiv zu erleben und wahrzunehmen eröffnete mir ein weiteres Herzstück meiner naturheilkundlichen Methoden: die schamanische Heilarbeit mit Stimme und Klang. In den vergangenen Jahren durfte ich erfahren, dass beispielsweise der Klang unserer menschlichen Stimme dazu in der Lage ist, blockierte Energiemuster in unserem Körper aufzuspüren, auszudrücken und in günstiger Weise für unsere Gesundheit zu beeinflussen.

Bereits in früheren Kulturen gingen Menschen davon aus, das Klänge und Töne tiefgreifende Veränderungen in unserem System bewirken können. So weiß man heute, dass damals in heiligen Ritualen Klänge u.a. dazu eingesetzt wurden, die Fruchtbarkeit zu fördern, das Wachstum von Pflanzen zu unterstützen, den Geburtsvorgang zu erleichtern und auch, um einen Sterbeprozess zu begleiten. Unsere Vorfahren kannten altüberlieferte Gesänge, mit denen sie die geistige Welt und die Ahnen um Unterstützung anriefen, wenn es darum ging, Erkrankungen zu heilen oder den Körper von Gebrechen zu befreien. Bis in die heutige Zeit hat sich in bestimmten Ländern die Tradition des Klagegesanges erhalten, wenngleich sie in Europa zunehmend in Vergessenheit geraten ist.

Die Technik des Klagesingens ( auch: „Lamento“, „Keening“) wurde nach heutigem Wissensstand ausschließlich von Frauen praktiziert und unterstützte wichtige Schwellenereignisse im Leben einer Familie. Professionelle Klagesängerinnen begleiteten bspw. die Trauerfeier eines geliebten Menschen, jedoch auch den Abschied der Braut von der Herkunftsfamilie bei Eheschließungen oder den Auszug der jungen Männer in kriegerische Auseinandersetzungen. Die Klagesängerinnen leisteten mit ihrer Arbeit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die seelische Gesundheit ihrer Gemeinschaften. So waren sie in der Lage, den aus moralischen Konventionen heraus unterdrückten Gefühlen des Schmerzes im Raum eine Stimme zu geben. Die Schwingungsmuster unterdrückter, im Körper abgespeicherter Emotionen mit Hilfe der Klagegesänge nach außen zu bringen, konnte zu einer allgemeinen Entlastung der angestauten Affekte führen und damit zu einer besseren Integration von Gefühlen wie Wut oder Trauer.

Das Unterdrücken von starken Emotionen kann unseren Energiefluss nachhaltig ungünstig beeinflussen und so im weiteren Verlauf auch Beschwerden auf der körperlichen Ebene bewirken. Moderne psychosomatische Therapiemethoden wie bspw. die Achtsamkeitsmeditation lehren heute Techniken der bewussten Annahme unerwünschter Gefühlszustände, da man davon ausgeht, dass deren ausdauerndes Verdrängen Energiereserven bindet und längerfristig einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit haben kann. Neben Ängsten und einer freudlosen Stimmungslage können sich so durchaus auch anhaltende Schmerzen im Bewegungsapparat, Migräne, Kreislaufbeschwerden, Magen-Darm-Probleme und Schlafstörungen manifestieren.

Die Frequenzen der menschlichen Stimme gehen naturgegeben nur allzu leicht in Resonanz zu tiefen seelischen Themen. Das Besingen und die Arbeit mit der Stimme kann genutzt werden, um blockierte Emotionen zurück ins Bewusstsein zu bringen, alte unterschwellig belastende Themen zu lösen und somit mehr Lebensenergie bereitzustellen für Prozesse der Regeneration und der kreativen Entwicklung hin zu mehr körperlichem Wohlgefühl.

Die traditionelle Arbeit mit Heilgesängen lebt bis heute fort und so sind beispielsweise Singkreise und musikalische Therapiegruppen ein fester Bestandteil moderner psychosomatischer Klinikkonzepte.

Singen und Tönen kann bereits rein physiologisch einen enorm unterstützenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden entfalten. Während wir singen, reguliert sich unser Atem automatisch. Unsere Lungen werden trainiert, Herz und Kreislauf in gesunder Weise angeregt und gleichzeitig werden unsere Organe besser mit Sauerstoff versorgt. Auch eine unterstützende Wirkung auf unser Immunsystem durch die vermehrte Konzentration von Immunglobulin A und Cortisol konnte unlängst in diversen Forschungsarbeiten bei gezielten Untersuchungen der Blutwerte von ChorsängerInnen nach der Gesangsprobe bestätigt werden. Beim gemeinsamen Singen in der Gruppe entsteht zudem sehr schnell ein Gefühl von Zugehörigkeit und Verbindung; Menschen, die gemeinsam singen schwingen sich buchstäblich aufeinander ein. Anspannung und Stress werden abgebaut und die Stimmungslage erfährt eine positive Beeinflussung.

Neben all den zweifelsohne bereits gesunden und lohnenswerten Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Emotionen sind Gesänge zudem ein Instrument, um unsere Lebenskraft – ähnlich wie auch die Klassische Homöopathie- in ein harmonisches fließen zu bringen. Alles hat seine Rhythmen, seine ureigenen Schwingungen und sowohl die Klassische Homöopathie als auch die Arbeit mit Gesängen und Heiltönen basieren in ihrer Anwendungsmöglichkeit jeweils auf einer Beeinflussung dieser individuellen Schwingungsmuster.

 

Schamanische Arbeit in der Praxis Heideklang

Eine schamanische Weltanschauung geht davon aus, das ein Mensch – und ebenso alles, was diesen Menschen in dessen Realität umgibt- „beseelt“ ist und demzufolge seinen eigenen energetischen „Fingerabdruck“ in sich trägt. Tiere, Pflanzen, Steine und Seen, Flüsse und Berge… alles ist beseelt, durchdrungen von lebendiger Schöpferkraft und steht jederzeit, über alle Entfernungen hinweg, in einer unmittelbaren Kommunikation zueinander.

Diese Kommunikation ist unserem bewussten Erleben im Alltag meist nicht zugänglich, kann jedoch im leicht veränderten Bewusstseinszustand, so bspw. während einer schamanischen Trancearbeit, erschlossen werden. Eine bewährte Methode, um einen ebensolchen Zustand herbeizuführen, ist bspw. ein sehr monotoner Trommel- oder Rasselrhythmus, welcher uns dabei unterstützt, vom wachen Alltagsbewusstsein schneller in einen Zustand zu gelangen, in welchem uns unter- und überbewusste Themen offenbart werden können. Die damit einhergehenden Veränderungen unserer Gehirnwellen können heute durch empfindliche medizinische Geräte
(z.B. EEGs) sichtbar gemacht werden.

In meiner schamanischen Klang-Arbeit verbinde ich mich mit dem Schwingungsfeld meines Gegenübers, gehe in Resonanz und übersetze das Energiemuster des jeweiligen Menschen, Tieres oder Ortes unter Zuhilfenahme meiner Trommel und Stimme in Klang; ich lasse es – vereinfacht gesagt – „durch mich singen“. Auf diese Weise entsteht ein Raum, in dem richtungsweisende Bilder aufsteigen und neue Antworten gefunden werden dürfen. So wird in jeder Sitzung ein individuelles Heil- oder Kraftlied geboren.

Gerne begleite ich Sie auf Ihrer ganz persönlichen Reise hinter die Tore Ihres Alltagsbewusstseins und unterstütze Sie bei der Kontaktaufnahme mit hilfreichen Ahnen, Kräften und Archetypen. In diesem geschützten Rahmen sind Sie eingeladen, die transformierende Klangkraft Ihrer eigenen Stimme zu erforschen und im gemeinsamen Prozess Ihr eigenes Lied zu finden. Weiterhin gestalte ich Natur-Rituale, schamanische Seminare und Wanderungen zu Kraftorten für Einzelpersonen und Gruppen.

 

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